Die Sinne sind das Tor zur Welt! Sie ermöglichen es uns die Umwelt wahrzunehmen, einzuschätzen und ein Verhältnis zu dieser zu erlangen. Das geschickte Zusammenspiel der Sinnestätigkeit erleichtert es uns fundierte Erfahrungen und Erkenntnisse im eigenen Lebensraum sinnstiftend zu erfahren und anzuwenden. Hierdurch werden die drei Grundrichtungen der Salutogenese (Sinnhaftigkeit, Verstehbarkeit und Handhabbarkeit) gestärkt und ermöglichen einen besseren Umgang mit herausfordernden bis krisenhaften Situationen in motorischen und sozialen Kontexten.
Die Heilpädagogische Einzelförderung richtet sich an junge Menschen, die innerhalb ihres sozialen Verbandes eine Pause oder eine Förderung, bzw. Nachschulung ihrer basalen Sinnestätigkeit bedürfen (oder beides!). Ziel ist es, dem jungen Menschen einen sinnstiftenden Raum zu eröffnen, der es ihm ermöglicht, nicht weiter aus den Bezügen herauszufallen und über seine individuelle Sinnestätigkeit die Welt erfahrbarer zu machen. Die Integration in die sozialen Verbände, sowie den Faden seines sozialen Netzwerks innerhalb seiner Gruppierungen zu halten und zu verbessern, ist oberstes Anliegen. Die Heilpädagogische Einzelförderung soll daher auch einen Gesprächsraum eröffnen, um Beziehungsangebote zu machen und durch praktische Übungen Hilfe zur Selbsthilfe bieten, um sich und die Welt besser zu verstehen und in Relation zu setzen.